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Oxford-Kaserne

Die im Stadtteil Gievenbeck an der Roxeler Straße gelegene rd. 26 ha große Oxford-Kaserne wurde in den Jahren 1934 – 1936 als Flakartillerie-Kaserne errichtet. Räumlich getrennt von der eigentlichen Kaserne befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite südlich der Roxeler Straße das ebenfalls im Jahr 1936 errichtete Offizierskasino.
Die Kaserne befindet sich zwischen dem Wohnquartier „Alt Gievenbeck“ und dem in den letzten Jahren neu entstandenen „Auenviertel“. Die Luftlinien-Entfernung der Kaserne zur Innenstadt beträgt rd. 3,5 km.

Nach Beendigung des 2. Weltkrieges wurden die Kaserne und das Offizierskasino durch die britischen Streitkräfte übernommen und in der Vergangenheit durch verschiedene militärische Einheiten genutzt.
Nach Aufgabe der militärischen Nutzung haben die britischen Streitkräfte die Oxford-Kaserne am 14.11.2013 an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zurückgeben. Seit diesem Zeitpunkt stehen die Flächen der Kaserne für eine zivile Nutzung zur Verfügung.

Schon am 19.11.2013 hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben die Tore der Kaserne für die Öffentlichkeit geöffnet. Etwa 1.000 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit genutzt, sich einen Eindruck von der Kaserne mit ihrem großen Exerzierplatz und den gut erhaltenen historischen Kasernengebäuden zu verschaffen. Mehrere der historischen Gebäude standen für eine Besichtigung offen.
In der Informationsveranstaltung, die im Anschluss an den Besichtigungstermin der Kaserne in der Aula des benachbarten Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums stattfand, wurde rd. 300 interessierten Bürgerinnen und Bürger der anstehende Planungsprozess mit dem geplanten mehrstufigen Verfahren zur Erarbeitung eines städtebaulichen Konzepts für das Kasernengelände vorgestellt. Neben der Präsentation von zwei gelungenen Konversionsbeispielen in Fürth und Tübingen konnten die Bürgerinnen und Bürger im Anschluss mit Experten über den geplanten Konversionsprozess diskutieren und ihre Wünsche und Vorstellungen für künftige Nutzungsmöglichkeiten der Kaserne äußern.
In einem von der Stadt organisierten Bürgerworkshop am 23.11.2013 haben knapp 100 Bürgerinnen und Bürger die Chance genutzt, verschiedene Ideen und Perspektiven für die künftige Nachnutzung der Oxford-Kaserne zu erarbeiten. Die zu mehreren Leitbildern zusammengefassten Arbeitsergebnisse des Bürgerworkshops wurden am 20.02.2014 der Öffentlichkeit in einer Bürgerversammlung vorgestellt.
Anfang April 2014 hat die Stadtverwaltung im Rahmen eines städtebaulichen Gutachterverfahrens mehrere Planungsbüros beauftragt, städtebauliche Entwürfe für das Kasernenareal zu erarbeiten. Die Leitbilder und die Anregungen aus den vorausgegangenen Bürgerbeteiligungsschritten dienten dabei den Planungsbüros als Rahmen und als Anhaltspunkte. Am 02.07.2014 wurden die von den beauftragten sechs Planungsbüros abgegebenen Entwürfe in einer Bürgerversammlung in der Peter-Demling-Ballspielhalle im Sportpark Gievenbeck der Öffentlichkeit präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Am Tag darauf, am 03.07.2014, hat das Preisgericht den ersten Preis des städtebaulichen Gutachterverfahrens an den Entwurf des Büros Kéré Architecture (Berlin), das seinen Entwurf zusammen mit den bbz Landschaftsarchitekten (Berlin) sowie dem Büro Schultz-Granberg Städtebau + Architektur (Berlin) erarbeitet hat, vergeben und mit einem Preisgeld von 15.000 € gekürt. Einstimmig hat die Preisjury entschieden, für die übrigen fünf Entwürfe jeweils dritte Preise zu vergeben.

Der Siegerentwurf wurde anschließend mit den Anregungen der Preisjury von dem Büro Kéré Architecture (Berlin) zu einem städtbaulichen Konzept überarbeitet. Änderungen gab es unter anderem bei der Bebauung des ehemaligen Exerzierplatzes, der Verortung von sozialen und öffentlichen Einrichtungen und bei der Anzahl der entstehenden Wohneinheiten.

Das städtebauliche Konzept, das in einer Bürgerversammlung am 19.11.2014 von dem Büro Kéré Architecture (Berlin) detailliert vorgestellt wurde, fand bei den Bürgerinnen und Bürgern große Zustimmung.

Das zwischenzeitlich von dem Büro Kéré Architecture (Berlin) zusammen mit den bbz Landschaftsarchitekten (Berlin) und dem Büro Schultz-Granberg Städtebau + Architektur (Berlin) detaillierter ausgearbeitete städtebauliche Konzept wurde den Bürgerinnen und Bürgern in einer weiteren Bürgerversammlung am 07.04.2016 näher erläutert. Dieses Konzept ist Grundlage für den Bebauungsplan der derzeit im Aufstellungsverfahren ist. Die Bürgerversammlung am 07.04.2016 diente zudem als frühzeitige Information der Öffentlichkeit über die Ziele und Zwecke des weiteren Bauleitplanverfahrens gem. § 3 BauGB.

In einem weiteren Informationsabend am 13.07.2017 wurden die Inhalte des ausgearbeiteten Bebauungsplanes vorgestellt. In dem Zeitraum vom 31.07. bis zum 22.09.2017 wird der Bebauungsplan öffentlich im Stadthaus 3, Albersloher Weg 33 ausgelegt und kann auf der Internetseite der Stadt Münster eingesehen werden. Während dieser Zeit können die Bürgerinnen und Bürger die Pläne einsehen, sowie Stellungnahmen und Anregungen zum Entwurf des Bebauungsplanes schriftlich oder zur Niederschrift gegenüber der Stadt Münster abgeben.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben unterstützt den Prozess der städtischen Planungen für eine zivile Nachnutzung der Oxford-Kaserne und beteiligt sich an den Kosten des Verfahrens und der weiteren Ausarbeitung des städtebaulichen Konzeptes.

Zudem unterstützt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben die Stadt Münster und das Land Nordrhein-Westfalen bei der Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbegehrenden und hat daher Gebäude der Kaserne mietzinsfrei der Stadt Münster und dem Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zum Planungsprozess können auch auf der Internetseite der Stadt Münster eingesehen werden:

http://www.stadt-muenster.de/stadtplanung/konversion/oxford-kaserne.html
Peter Waanders
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Tel.
+49(0) 251 98168-230
Fax
+49(0) 251 98168-298
Adresse
Hohenzollernring 48
48145 Münster
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